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Amtsgericht Duisburg, Aktenzeichen 62 IN 61/16

– Sachwaltung –

 

Seit über 50 Jahren entwickelt und produziert Duisburg Tubes Production AG Präzisionsrohre aus Zirkonium, Titan und Nickelbasislegierungen, die u.a. in der Nuklearindustrie benötigt werden. Das sog. Kaltpilgerverfahren wird genutzt, um nahtlose Rohre aus hochkorrosionsbeständigen Materialien herstellen zu können. Für die Produktion der Rohre in Duisburg verfügt das Unternehmen über eine entsprechende Genehmigung der Atomaufsichtsbehörde.

 

Nach eineinhalb Jahren in Eigenverwaltung konnte die Duisburg Tubes Production AG auf den chinesischen Investor Taihai Manoir Nuclear Equipment Co. veräußert werden. Der börsennotierte chinesische Konzern ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Kernkraftanlagen, Spezialausrüstungen und petrochemischen Anlagen. Der Kaufvertrag wurde nach umfassenden Vertragsverhandlungen im Juni 2017 notariell unterzeichnet. Im Oktober erfolgte die ausstehende Genehmigung durch das Bundeswirtschaftsministerium.

 

Die Presse hat vielfach über den Fall berichtet, u. a.

https://app.insolvenz-portal.de/Nachrichten/chinesisches-unternehmen-taihai-erwirbt-duisburg-tubes-production/16446

Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 78 IN 523/14

– Beratung des Unternehmens –

 

Die EICHNER Kraftwerkservice GmbH wurde im Jahr 2003 gegründet und ist seither von ihrem Standort in Bergheim aus im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung für Kraftwerke tätig. Den Auftraggebern werden qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt, die in den Kraftwerken eine Vielzahl von Tätigkeiten erbringen, die von einfachen Helfertätigkeiten wie Transportarbeiten, Messhelfern, Aufzugführern bis hin zu hoch qualifizierten Einsätzen wie Anlagenwärtern im Bekohlungs- und Entaschungsbereich reichen. Das Unternehmen ist Teil der Eichner-Gruppe.

 

Das Unternehmen wurde über mehrere Jahre in Eigenverwaltung fortgeführt und operativ sowie abschließend finanzwirtschaftlich mittels Insolvenzplan saniert werden.

Amtsgericht Montabaur, Aktenzeichen 79 IN 37/17

– Beratung des Unternehmens –

 

Die Münsterländische Margarine-Werke J. Lülf GmbH ist seit 1977 ein familiengeführtes Unternehmen aus dem Münsterland, das sich auf die Herstellung von Milch-Mischgetränke, Eiweiß, Kaffee- und Energygetränken spezialisiert hat. Aus Kiosken und Tankstellen sind die Classico-Milchgetränke weithin bekannt. Der Bestseller des Unternehmens, die „Classico Milch-Drinks“, werden jährlich DLG prämiert.

 

Im Rahmen einer übertragenden Sanierung (Asset Deal) konnte der Geschäftsbetrieb nach vorausgegangenen umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an Lafayette Mittelstand Capital übertragen werden. Der Investor legte das beste Personalkonzept mit 49 Arbeitsplätzen vor. Damit konnte die Hälfte der Arbeitsplätze erhalten werden. Zukünftig wird der Geschäftsbetrieb durch die Münsterland J. Lülf GmbH fortgesetzt.

 

Die Presse hat vielfach über den Fall berichtet, u. a.

http://www.azonline.de/Rosendahl/3090263-Kaufvertrag-mit-Lafayette-Mittelstand-Capital-vollzogen-Firma-heisst-jetzt-Muensterland-J.-Luelf-GmbH-Mit-49-Arbeitsplaetzen-in-die-Zukunft

 

Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen 93 IN 282/15

– Beratung des Unternehmens –

 

Die ESW Röhrenwerke GmbH aus Eschweiler stellt nahtlose Stahlrohre für ein weites Anwendungsspektrum her. Bis zu 70.000 Tonnen werden jährlich produziert. Die ESW-Gruppe beschäftigte bei Antragstellung 298 Arbeitnehmer. Der zugehörige Geschäftsbetrieb der I & R Instandhaltung & Reparaturen GmbH wurde während des Eigenverwaltungsverfahrens auf die ESW-Röhrenwerke übertragen.

 

Um die ESW Röhrenwerke für die Zukunft aufzustellen, ist es während des Verfahrens gelungen, Maßnahmen für die notwendigen Kosteneinsparungen zu ergreifen. Mittels eines Insolvenzplanes konnte das Unternehmen mit Engagement aller, insbesondere des Betriebsrats, der IG Metall, und des italienischen Hauptlieferanten Acciaierie Bertoli Safau S.p.A. saniert und 220 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

 

Die Presse hat vielfach über den Fall berichtet, u. a.

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/eschweiler/esw-roehrenwerke-sanierung-in-aue-abgeschlossen-1.1444147

 

DHS-Gruppe

wilbert

(u.a. Wilbert Kranservice GmbH, Wilbert Turmkrane GmbH)

Amtsgericht Bad Kreuznach, Aktenzeichen u.a. 3 IN 13/13, 3 IN 97/13

 

Die Wilbert Kranservice GmbH entwickelte sich in den 1990er Jahren zu einem der größten Händler für obendrehende Turmkrane des Fabrikats Wolffkran in Europa. Im Jahr 2002 erfolgte der Einstieg in eine eigene Produktion. Die Fertigung von Turmkranen des Fabrikats „Wilbert“ oder „WT“ erfolgte in der Wilbert Turmkrane GmbH, für die im Jahr 2008 eine eigene Produktionsstätte in Waldlaubersheim geschaffen wurde. Aufgrund des Zusammenbruchs des Absatzmarkts für Turmkrane mussten zunächst die Wilbert Turmkrane (3 IN 13/13), später auch die Schwestergesellschaften Wilbert Montage GmbH (3 IN 99/13) und Wilbert Kranservice GmbH (3 IN 97/13) Insolvenzantrag stellen. Es bestanden komplexe Finanzierungsstrukturen im Konzern mit über 30 Finanzierern (Banken und Leasinggesellschaften). Der sog. Mietpark bestand aus ca. 7.800 Kranen und Komponenten, die nach einem Baukastensystem je nach Bedarf zusammengesetzt wurden. Zum Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung befanden sich die Krane auf 280 Baustellen europaweit.

 

Die Unternehmensgruppe wurde durch Herrn Lambrecht ein Jahr lang fortgeführt, wobei eine Sanierung zunächst mittels Insolvenzplans geplant, sodann durch eine übertragende Sanierung umgesetzt wurde. Die gesamte Gruppe wurde an einen chinesischen Investor verkauft. www.wilbert.de.

 

Die Presse hat vielfach über den Fall berichtet, u. a.

Rhein Zeitung

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Amtsgericht Bonn, Aktenzeichen 99 IN 180/12

 

Die Wessel-Werk GmbH stellt mit weltweit insgesamt 400 Mitarbeitern (Hauptwerk in Reichshof-Wildbergerhütte, Tochtergesellschaften in China und den USA) Staubsaugerdüsen für nahezu sämtliche Staubsaugerhersteller in Deutschland und Europa her. Dabei bedient sie sowohl das Marktsegment der einfachen Staubsauger als auch das der Premiumgeräte, u.a. der Marken Miele, Bosch/Siemens/Haushaltsgeräte (BSH), Philips und Kärcher. Das Unternehmen war durch eine Leveraged-Buyout-Finanzierung in Schieflage geraten.

 

Der Geschäftsbetrieb wurde ohne Unterbrechung und vollumfänglich aufrechterhalten, was angesichts der Just-in-Time-Strukturen sowohl bei den Lieferanten als auch den Kunden einen hohen Einsatz des gesamten Teams erforderte. Die Umsätze konnten in der Folge durch wiedergewonnenes Vertrauen der Kunden und einer Vielzahl neuer Projekte und betriebswirtschaftlichen Maßnahmen dauerhaft gesteigert werden. Hierzu habe ich zunächst eine starke vorläufige Verwaltung genutzt, später wurde das Unternehmen im eröffneten Verfahren fortgeführt und operativ saniert. Es wurde eine Vielzahl von Investitionen angestoßen. In der Folge konnte ein Investor gefunden werden, an den der Geschäftsbetrieb verkauft wurde. Es wurden sämtliche Arbeitsplätze erhalten, die Lieferanten mit verlängertem Eigentumsvorbehalt erhielten im Lieferantenpool eine Quote von 80%.  www.wessel-werk.de.

 

Die Presse hat vielfach über den Fall berichtet, u. a.

http://www.ksta.de/oberberg/wessel-werke-kein-objekt-fuer-schnaeppchenjaege,15189242,21114304.html